Aus dem Pressearchiv der Nordsee-Zeitung

veröffentlicht am 18. Januar 2012

Grünes Licht für erste Kinderfeuerwehr
Mulsumer Ortsfeuerwehr Vorreiter in der Samtgemeinde Land Wursten – Anmeldungen sind bereits möglich

„Alle Hürden sind genommen“, so der Jugendwart Oliver Martens der Freiwilligen Feuerwehr Mulsum auf der Jahreshauptversammlung, „die Kinderfeuerwehr kommt, mein Dank an alle Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung.“ Doch zuvor hielt der Jugendwart seinen Bericht. Die Jugendabteilung mit derzeit 16 Mitgliedern, konnte einen Zuwachs von fünf Mitgliedern verzeichnen. Besonders erfreulich ist hier der große Anteil von Mädchen – so groß war dieser noch nie. Trotzdem freut sich die junge Truppe auch weiter über Interessenten. Neben den Übungsdiensten stand unter anderem der Tag der offenen Tür der aktiven Gruppe auf dem Plan. Mit Spiel und Spaß konnte man hier viele Kinder begeistern. Bei den Samtgemeinde-Wettbewerben in Wremen waren die Mulsumer dann topfit. Bei extremen Witterungsbedingungen konnten sie sich hinter den Nordholzern als zweitbeste Mannschaft platzieren. Aufgrund eines tollen B-Teils nahmen sie als beste Wurster Mannschaft den Wimpel des SG Meisters mit nach Hause. Auch ein Zeltlager in Otterndorf wurde wieder durchgeführt. Auf dem Programm standen allerhand sportliche Aktivitäten, aber auch Planschen und Paddeln im Badesee. Beim Volleyballturnier ging die junge Mannschaft mit der Urkunde des Vierten nach Hause. Zudem konnten zwei Mitglieder und ein ehemaliges Mitglied erfolgreich die Truppmannausbildung absolvieren: Alexander Wisch, Robin Martens und Torben Zemke unterstützen jetzt die aktive Gruppe.
Viel Pionierarbeit:
Da das Team der Jugendfeuerwehr innerhalb der Mulsumer Feuerwehr für den Nachwuchs verantwortlich ist, begleitete sie die Planung und Einführung einer Kinderfeuerwehr. Da es die erste Kindergruppe in Land Wursten sein wird, wurde hier allerhand Pionierarbeit geleistet. Zum Glück steht mit dem Beschluss des Samtgemeinderates, der eine Gründung befürwortet, nichts mehr im Wege. Bürgermeister Udo Skeraitis verwies auch gleich auf die Möglichkeit zur Nutzung des Jugendraumes. Der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses, Hanke Pakusch, freut sich auf die Jüngsten und hofft auf viele Nachahmer in den anderen Feuerwehren. Sollte es derzeit schon interessierte Kinder aus Mulsum und der näheren Umgebung im Alter von sechs bis zehn Jahren geben, können sich diese unter der Telefonnummer (mobil) 0151 12863818 melden.
Weitere Planungen und Durchführung der Gründung, die gleich nach dem Umbau des Feuerwehrhauses im zweiten Quartal stattfinden soll, werden dann in Absprache mit den Verantwortlichen erarbeitet, so dass einer Neugründung nichts mehr im Wege steht – immer mit dem Hauptaugenmerk auf die Kinder, die im Mittelpunkt aller Betrachtung stehen werden.

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veröffentlicht am 13. Januar 2012

Drei Brände und sechs Mal Fehlalarm
Feuerwehr Mulsum zieht Bilanz – Feuerwehrhaus-Umbau wird fortgesetzt – Grünes Licht für Kinderfeuerwehr
 
Das TSF, kurz für Tragkraftspritzenfahrzeug, stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Mulsum, bei der Ortsbrandmeister Wilfried Dücker zahlreiche Gäste begrüßte. Außerdem wurden 2011 neue Hallentore in das Feuerwehrgerätehaus eingebaut, dessen Ausbau auch in diesem Jahr im Blickpunkt steht. Neben vielen Übungen und Feuerwehrdiensten stehen unter anderen ein Autounfall mit Personensuche, drei Brandeinsätze, sowie sechs Fehlalarme im Dienstbuch.
Derzeit besteht die Feuerwehr Mulsum aus 29 aktiven Mitgliedern und zehn Mitgliedern der Altersabteilung. In der Jugendfeuerwehr verrichten acht Mädchen und acht Jungen ihren Dienst. Zufrieden zeigte sich Kassenwartin Christina Klotzke mit dem letzten Jahr; auch Gruppenführer Jens Schnorbusch konnte über ein ruhiges Jahr berichten. Die Sicherheitsbeauftragte Sabine Wisch vermeldete keine besonderen Vorkommnisse. Zehn einsatzbereite Atemschutzgeräteträger hat die Feuerwehr zurzeit, berichtete Atemschutzgerätewart Peter Behnke, weiterhin verwies er auf die anhaltenden Problematiken bei den 2-Meter-Band-Funkgeräten.
Funkwart Thomas Dücker wurde für seinen besonderen Einsatz beim Umbau des Feuerwehrhauses belohnt. Für 25 Jahre Feuerwehrdienst wurde Heiko Albers geehrt, Walter Adickes gehört der Wehr bereits seit 50 Jahren an. Jörg Metzgen wechselt in die Altersgruppe.
Drei Kameraden haben die Truppmann-1-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Alexander Wisch, Robin Martens und Torben Zemke wurden zum Feuerwehrmann befördert. Alle drei kommen aus der Jugendfeuerwehr. Die Truppmann-2-Prüfung haben Stephan Meinke und Jan-Martin Wisch bestanden.
Zum neuen Feuerwehr-Führerschein gab Ordnungsamtleiter Hans Hey bekannt, dass die Samtgemeinde einen pensionierten Fahrlehrer für die Einweisungen engagiert hat. Auch der Neugründung der Kinderfeuerwehr steht nichts mehr im Wege. Der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Martin Voigt machte noch einmal die Wichtigkeit der Feuerwehr im Lande Wursten deutlich. Für umgerechnet 17 Euro bekommen die Wurster Bürger einen Rundumschutz: „So eine Versicherung müssen sie erst einmal finden.“
 


(v.l.n.r.) Gemeindebrandmeister Rainer Lindemann, stellv. Ortsbrandmeister Frank Hoffmann, Robin Martens, Alexander Wisch, Ortsbrandmeister Wilfried Dücker, Torben Zemke, Ordnungsamtleiter Hans Hey und stellv. Samtgemeindebürgermeister Martin Voigt

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veröffentlicht am 21. September 2011

Feuerwehr für Kinder kommt
Rat gibt grünes Licht für Angebot in Mulsum – Satzungsänderungen verzögern den Startschuss

Sechs- bis Zwölfjährige sollen künftig in spielerischer Weise in einer Kinderfeuerwehr an die Themen Löschen und Retten herangeführt werden. Der Samtgemeinderat hat nun offiziell dem Antrag der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr zugestimmt. Doch wann es wirklich losgeht, das ist noch nicht geklärt.
Erste Ideen zu einer neuen Kinderfeuerwehr hatten die Jugendbetreuer von der Freiwilligen Feuerwehr in Mulsum bereits vor zwei Jahren. Seitdem ist Jugendwart Oliver Martens mit seinem Vorhaben, etwas für den Nachwuchs zu tun, selten auf Einwände gestoßen: „Wir rennen damit im Ort offene Türen ein.“
Erst konnte er das Ortskommando um Ortsbrandmeister Wilfried Dücker für sein Anliegen einer Kinderfeuerwehr gewinnen, dann stellte er Anfang des Jahres einen Antrag an die Samtgemeinde. In der jüngsten Sitzung stimmte der Rat nun für die Kinderfeuerwehr. Befürworter des Projekts sind unter anderem Mulsums Bürgermeister Otto Bremer, der das neue Angebot als Gewinn für alle Altersstufen der Freiwilligen Feuerwehr sieht. Auch Hanke Pakusch, der Vorsitzende des Ausschusses für Feuerschutz in der Samtgemeinde, freut sich über die Initiative. „Zum einen kann die Feuerwehr so etwas für den Nachwuchs tun, zum anderen sind die Kinder sinnvoll beschäftigt. Und obendrein kostet es kein Geld.“
Dass keine weiteren Kosten entstehen, betont auch Martens. Die bestehenden Räume der Feuerwehr reichten aus und mussten nicht umgebaut werden. Das neue Betreuerteam um Christina Klotzke, Jan-Martin Wisch, Jan-Dirk Schlichte-Hermann und Oliver Martens steht bereits. Martens gibt sein Amt als Jugendwart ab. Ein inhaltliches Konzept haben sie für die Kinderfeuerwehr auch erarbeitet. Dazu gehören erste Übungen zum Verhalten beim Brandfall, zum Absetzen des Notrufs, aber auch basteln und spielen. „Wir wollen Interessantes und Wissenswertes vermitteln, und es soll natürlich Spaß machen“, sagt Martens. Sein Team und er würden am liebsten sofort anfangen. Doch selbst der ursprünglich angepeilte Starttermin, der 11. November 2011, muss wahrscheinlich verschoben werden. Denn bevor sich die Betreuer an die Arbeit machen können, ist eine Änderung der Satzung für die Freiwillige Feuerwehr in der Samtgemeinde Land Wursten notwendig. Eine zeitaufwendige Aufgabe. „Die Verwaltung der Samtgemeinde muss einen Entwurf erarbeiten, der muss wiederum wieder vom Ausschuss und Rat bestätigt werden“, erklärt der Ausschussvorsitzende Pakusch. „Der Rat soll sich nach den Wahlen zudem erst einmal neu konstituieren.“ Also heißt es erst einmal abwarten, spätestens Anfang 2012 soll es aber losgehen.
Bis dahin will Martens in der Feuerwache noch Hemden und Sitzschalen bestellen und die Feuerwache kindersicher machen. Zum Beispiel an den Steckdosen. „Wir haben uns da bei den Imsumern schlau gemacht, damit wir auch alles bedenken“, sagt Martens. „Am Ende nimmt der Kreissicherheitsbeauftragte das ab.“ Die Feuerwehr in Mulsum wäre die dritte im Landkreis, die eine Kinderfeuerwehr einführt, in Imsum und Langen existieren solche Gruppen bereits.

 

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veröffentlicht am 20. August 2011

Mit einer Spritze fing alles an
Feuerwehrkamerad pflegt die Homepage der Mulsumer Feuerwehr – Website mit zwei Helmen ausgezeichnet

Wegen einer Handdruckspritze aus dem Jahr 1885 baute Jörg Metzgen 2009 die Homepage der Feuerwehr Mulsum. Mittlerweile hat diese über 4000 Besucher und wurde von der Firma Dräger Medizin- und Sicherheitstechnik ausgezeichnet. Zwei rote Helmsymbole auf blauem Hintergrund zieren die Homepage der Feuerwehr Mulsum. Jörg Metzgen hatte mit der Website beim Feuerwehr-Website-Wettbewerb mitgemacht. Die Firma Dräger Medizin- und Sicherheitstechnik zeichnet regelmäßig den Internetauftritt Deutscher Feuerwehren aus. „Die Helme sind das Gesamtergebnis“, sagt Jörg Metzgen „für welche Kriterien wir ausgezeichnet wurden, weiß ich nicht.“ Die Jury des Wettbewerbes schaut unter anderem auf die Vollständigkeit und Aktualität der Homepage und überprüft, ob die Informationen nützlich sind. „Ich freue mich, wenn meine Arbeit belohnt wird. Das ist ja eine Auszeichnung“, sagt Jörg Metzgen Seit 2009 bastelt er an der Website. Angefangen hat alles mit der Handdruckspritze von 1885. Die damals rot, blaue Spritze haben die Kameraden der Feuerwehr im Jahr 2000 restauriert, so wie sie früher ausgesehen hat. Jetzt strahlt die historische Spritze in grün mit orangen Streifen. Doch wie kam es jetzt zu der Homepage? „Wir wollten die Handdruckspritze nicht auf der Diele versauern lassen“, erklärt Jörg Metzgen und machte damals den Vorschlag, eine Homepage einzurichten, die über das Mulsumer Löschgerät berichtet. „Wir wollten Werbung machen und eine Seite für die Jugend bauen“, sagt der Pfleger der Website. Und das mit Erfolg. Über 4000 Besucher hatte die Homepage bisher. Weitaus mehr als die des Schützenvereins, dessen Website seit 2007 gerade mal über 1000 Besucher zählt. „Die Kameraden gucken öfter rauf, vielleicht auch wegen der Dienstpläne, die online stehen. Und andere Feuerwehren interessieren sich vielleicht auch für unseren Internetauftritt“, erklärt sich Jörg Metzgen den Unterschied der Besucherzahlen. Wenn diese auf die Seite klicken, werden sie mit einem Bild von Kameraden vor der Handdruckspritze begrüßt. Im Kopf der Seite sieht man das alte Wappen bis 1972 vor der Gebietsreform und den alten Schriftzug der Feuerwehr, wie er auch heute noch am Feuerwehrgerätehaus hängt. Die sieben Sterne über den Schriftzug „Ortsfeuerwehr Mulsum“ weisen auf die sieben Ortsfeuerwehren Land Wurstens hin.

Einblicke in die Technik

Wir stellen uns auf der Homepage vor, geben Einblicke in die Technik, die Ausstattung und die Geschichte der Mulsumer Feuerwehr", erklärt Jörg Metzgen der die Homepage ständig aktualisiert. Dafür muss man keine Programmiersprache beherrschen. "Jeder kann das heutzutage machen", sagt der gelernte Rundfunk-Fernsehtechniker. Dafür braucht man nur eine Firma, die Speicherplatz anbietet. Je nach Größe, zahlt man dafür monatlich einen Betrag. Die Adresse kann man kaufen. "Für die Seite gibt es dann einen Bausatz. Man muss die Lücken nur mit Texten füllen", erzählt Jörg Metzgen. So wie sie jetzt ist, sei er mit der Homepage zufrieden. Viel Speicherplatz habe er auch nicht mehr zu Verfügung. "Das ist dann eine Kostenfrage", erklärt Jörg Metzgen. Die Arbeit mache ihm zwar Spaß, doch möchte er irgendwann die Seite gern abgeben.

 

  

 



 

Die Feuerwehr empfiehlt - Hinweise für die Bürger

Brandschutz und Brandpräventation

Die meisten Brandopfer - 70% - verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Gefährlich ist dabei nicht so sehr das Feuer, sondern Rauch. 95% der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung! Rauchmelder haben sich als vorbeugender Brandschutz bewährt.

Tagsüber kann ein Brandherd meist schnell entdeckt und gelöscht werden, nachts dagegen schläft auch der Geruchssinn, so dass die Opfer im Schlaf überrascht werden, ohne die gefährlichen Brandgase zu bemerken.

Rund 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit. Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus.

Rauchmelder retten Leben - der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft Ihnen den nötigen Vorsprung, um sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen zu können.